Alle Themen zeigen »

Sexuell übertragbare Erkrankungen

Sie wissen unbedingt, dass ein Verhütungsmittel Sie gegen HIV, das Aidsvirus, schützt, aber es kann noch viel mehr. Es gibt zahllose, andere Infektionen, sexuell übertragbare Infektionen genannt, die durch sexuelle Kontakte übertragen werden.

Diese werden nämlich durch ungeschützte sexuelle Kontakte übertragen, wir meinen damit ohne Verhütungsmittel. Dies gilt auch für Oral- und Analverkehr, wobei einem Verhütungsmittel auch notwendig ist. Eine sexuell übertragbare Infektion wird durch Sperma, Blut oder vaginale Scheidenflüssigkeit übertragen. Außerdem kann sie auch über die Schleimhäute des Anus, Penis oder der Vagina übertragen werden.

Diese Krankheiten sind also infektiös, aber im Allgemeinen auch einfach zu behandeln. Jedoch, falls die Behandlung nicht rechtzeitig gestartet wird, können diese Krankheiten doch ein Risiko darstellen. In vielen Fällen kann es nach einiger Zeit zur Unfruchtbarkeit, Leberentzündung, Nervenproblemen oder zum Abbruch von Blutgefäßen, mit Herzproblemen als mögliche Folge, führen. Bei schwangeren Frauen kann es zu einer ektopischen Schwangerschaft (Extrauteringravidität) oder einer Entzündung in dem Fetus führen.

Nun gut, Sie haben es verstanden: Zur Vermeidung, dass Sie sich eine Infektion zuziehen (oder übertragen), sind Sie besser gut informiert. Wir erläutern in diesem Artikel die Symptome der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, wie Sie die übertragen können und wie Sie sich schützen können!

Die wichtigsten Symptome einer sexuell übertragbaren Infektion sind unter anderem:

Ungewöhnlicher Ausfluss (gelbe/grüne Sekreten) aus dem Geschlechtsorgan oder Anus

  • Röte auf oder Jucken am Geschlechtsorgan
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Hautausschlag
  • Kleine Wunde oder Warze auf oder rund den Mund, Penis, Vagina oder Anus.

Andere Symptome sind auch möglich, wie Blutverlust bei der Frau bevor oder während des Geschlechtsverkehrs, Fieber, Schmerzen oder Krämpfe im Unterbauch, Müdigkeit, Durchfall, ein geänderter Zyklus und so weiter.

Manche diese Infektionen sind manchmal eher asymptomatisch, dies bedeutet, dass die infizierte Person sich nicht von der Infektion bewusst ist oder sich nicht bewusst ist, dass der Partner infiziert ist. Deswegen ist es ganz wichtig, dass Sie immer ein Verhütungsmittel beim Geschlechtsverkehr nutzen.

Zur Vermeidung einer etwaigen Infektion sollen Sie immer ein Verhütungsmittel während sowohl oralen-, analen und vaginalen Geschlechtsverkehr gebrauchen. Das Ziel ist, dass das Blut, Präejakulat oder vaginal Überflüssigkeit nicht mit der Schleimhaut (genital, anal oder oral) im Kontakt kommt. Ein Verhütungsmittel ist nicht nur unmittelbar während der vaginalen oder analen Penetration, aber während jeder Form von oralem Sex. Im Falle von sexuell übertragbaren Infektionen, die durch Blut übertragbar sind, sollen Sie auch vorsichtig sein mit kleinen Wunden an den Fingern, der Mund, Vagina (oder während des Zyklus), an dem Penis oder Anus.

Die zwei häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen:

bakterielle Infektionen

Diese Infektionen sind noch heilbar. Diese sind unter anderem: Gonorrhö, Syphilis, Chlamydien und Trichomonas (durch einen Parasit verursacht)

Gonorrhoe ist beispielsweise umgangssprachlich auch als Tripper bekannt. Bei dem Mann kann ein gelber/grüner Ausfluss entstehen. Außerdem kann die Infektion auch schwere, brennende Schmerzen beim Wasserlassen verursachen. Bei der Frau können ein vaginaler Ausfluss und brennende Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr entstehen. 2 bis 14 Tage nach der Infektion versucht Gonorrhoe Symptome bei dem Mann und nach 21 Tagen bei der Frau. Es kann oral, anal und vaginal übertragen werden.

Chlamydien und Trichomonas stellen gleichartige Symptome wie ein Tipper dar. Syphilis verursacht wiederum kleine Wunden oder Geschwüre an den Genitalien, Mund, Anus und geht oft mit einer Entzündung der Lymphknoten gepaart.

Chlamydia ist oft asymptomatisch (die infizierte Person zeigt keine Symptome) und es erscheint auch öfter bei Heterosexuellen. Gonorrhö dagegen erscheint öfter bei Homosexuellen und heterosexuellen Männern. Syphilis tritt auch häufiger bei homosexuellen Männern auf.

virale Infektionen

Virale Infektionen sind, im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen, unheilbar. Hierzu gehören: Hepatitis B, Herpes, HIV und Humane Papillomviren (HPV), welche für Gebärmutterhalskrebs und Krätze verantwortlich ist. Es gibt jedoch Behandlungen, die die Symptome oder die Krankheit abschwächen können.

Dieser Typ von Infektion ist mehr oder weniger infektiös und kommt oft in der Form von Genitalwarzen, vor allem bei Hepatitis B, Herpes und HPV, vor. Hier ist es auch wieder möglich, dass die Pathologien asymptomatisch sind.

Achtung: Im Fall von Syphilis, Herpes oder Warze ist der Gebrauch ein Verhütungsmittel nur eine halbe Maßnahme, weil Sie diese Infektionen auch oral übertragen können.

Es gibt Impfstoffe gegen HPV und Hepatitis B und in der Apotheke gibt es auch ein HIV-Autotest. Ein Ergebnis kann nicht als schlüssig betrachtet werden, wann Sie den Test innerhalb von drei Monaten nach der risikoreichen Beziehung durchführen.

Achtung: Kandidose ist eine Vaginalinfektion durch Pilze der Gattung Candida albicans. Kandidose ist keine sexuell übertragbare Infektion, aber ein Zeichen, dass der Säuregehalt der Vagina ganz durcheinander ist. Männer können es auch bekommen, indem ihr Partner infiziert ist. Kandidose verursacht Irritation, Jucken, ungewöhnlicher Ausfluss und so weiter, aber es ist einfach zu versorgen und heilen.

So, jetzt wissen Sie alles für sicheren Geschlechtsverkehr. Bitte gebrauchen Sie einen angemessen Schutz falls Sie einer Infektion meiden wollen und bitte lassen Sie sich bei dem geringsten Zweifel beim Arzt untersuchen.